JOE Outdoor Flooring
Tipps zum Terrassenbau

Allgemein
Fachgerechter Terrassenbau bedarf sorgfältiger Planung. Wir von JOE Outdoor Flooring unterstützen Sie gerne bei Ihrer Planung und Umsetzung. Sprechen Sie uns an!

Unterkonstruktion
Planen und montieren Sie die Unterkonstruktion einer Terrasse so, dass sie dem Verzug durch Quellen und Schwinden des Holzes standhält. Abhängig von der Stärke der Terrassendiele gilt ein Abstand 40 bis 50 cm zwischen den Auflagen als ideal. Bei größeren Abständen biegen sich die Dielen durch, und es kann zu starkem Verzug auch bei Hartholzdielen kommen. Führen Sie die Unterkonstruktion immer in einer Holzart bzw. einem Werkstoff derselben oder einer höheren Dauerhaftigkeitsklasse der Dielen aus (z. B. keine Fichte-Unterkonstruktion unter einer Bangkirai-Terrasse). Ist das Holz der Unterkonstruktion deutlich weicher (geringere Rohdichte) als der Belag, können sich – bedingt durch das Quellen und Schwinden der Holzdielen – die Schrauben lösen. Sorgen Sie für ausreichende Hinterlüftung unter dem Belag, zum Beispiel mit den Unterlagen »Isopat« oder mit den Abstandhaltern »Terrafix« – diese Produkte finden Sie im Sortiment von JOE Outdoor Flooring.

Fugenbreite
Je schmaler die Dielen, desto geringer weiten sich bei ihrem natürlichen, witterungsbedingten Schwinden die Fugen des Terrassenbelags – breiter als 145 mm sollte eine Terrassendiele nicht sein. Schmale Dielen (90 – 120 mm Dielenbreite) ergeben ein harmonischeres Fugenbild. Montieren Sie die Dielen nicht zu eng, damit sie arbeiten können – abhängig von ihrer Ausgangsfeuchte sind 4 bis 8 mm Abstand fachgerecht. Mit Abstandhaltern erzielen Sie ein gleichmäßiges Fugenbild.

Montage
Befestigen Sie jedes Brett mit 2 Edelstahlschrauben auf allen Unterkonstruktionshölzern – der Abstand zum Dielen-Ende sollte mindestens dem 8- bis 10-fachen Schraubendurchmesser entsprechen. Verwenden Sie Edelstahlschrauben der Qualität A 2, in Pool- und Wellnessbereichen die Qualität A 4 aus dem Sortiment von JOE Outdoor Flooring. Bei Harthölzern vermeidet Vorbohren spätere Rissbildung. Drehen Sie die Schrauben flächenbündig ein. Sitzen die Schraubenköpfe zu tief, sammeln sich in den Vertiefungen Wasser und Schmutz.

Pflege
Einige Holzarten enthalten wasserlösliche, farbintensive Inhaltsstoffe. Regen und Tauwasser können sie auswaschen, das Holz »blutet aus« und verfärbt Fassaden und Betonumrandungen. Achten Sie in diesem Fall auf genügend Abstand, Tropfkanten und Entwässerung über Abtropfbleche. Gerbstoffhaltige Hölzer verfärben sich bei Kontakt mit Eisen und eisenhaltigem Pflanzendünger. Dekorieren Sie die Terrasse nicht mit Pflanzgefäßen oder Gegenständen aus Metall, oder schützen Sie die Holzoberfläche mit punktuellen Unterlagen – unter großflächigen Abdeckungen widerum sammelt sich schädliche Feuchte. Eine Oberflächenbehandlung mit wasserabweisendem Öl reduziert witterungsbedingtes Schwinden und Quellen von Holzdielen und verzögert zudem die natürliche Vergrauung.

Kluge Planung verlängert die Nutzungsdauer
  • Nicht fachgerechte Holzkonstruktionen verwittern vorzeitig – besser, man beauftragt einen Profi.
  • Planen Sie die Terrasse mindestens 12 m2 groß, darauf sitzen bis zu acht Personen bequem um einen Tisch mit 1,50 m Durchmesser. Wer noch Sonnenschirm, Grill und eine Box für die Sitzpolster unterbringen möchte, plant etwa 5 m2 mehr.
  • Holz aus heimischen und nachhaltig bewirtschafteten Wäldern ist ökologisch unbedenklich. Ohne chemischen Holzschutz widersteht es jedoch abhängig von Holzart, Witterung und Schädlingen weniger lange als modifiziertes Holz, Importholz und WPC.
  • Holz leidet unter dem Wechsel von Sonne und Regen, Hitze und Kälte – nicht so stark, wenn ein Terrassendach den Belag schützt. Ist der Freisitz schutzlos Witterung und Feuchtigkeit ausgesetzt, sollten Sie sich für eine Holzart der Dauerhaftigkeitsklasse 1 oder 2 entscheiden.
  • Importholz ist besonders hart und dauerhaft. Achten Sie auf Tropenholz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern mit FSC- oder PEFC-Zertifikat.
  • Alternative: Terrassendielen aus Verbundwerkstoff WPC gleichen in Optik und Haptik den Tropenhölzern, stammen jedoch aus umweltfreundlicher Recycling-Produktion.
  • Dielenbretter ergeben eine interessante Optik, wenn man sie diagonal verlegt – das lässt die Terrasse in beide Richtungen größer aussehen, als sie in Wirklichkeit ist. Wer eine Terrasse optisch verbreitern will, verlegt die Bretter längs zur Hauswand, Bretter rechtwinklig zur Fassade geben der Terrasse mehr Tiefe.
  • Verwenden Sie für nach unten offene Balkon-Konstruktionen keine Hölzer, die bei Regen stark ausbluten. Dazu zählen zum Beispiel Bangkirai, Merbau und Eiche.
  • Wählen Sie für Beläge in Barfußbereichen wie Poolumrandungen unbedingt splitterfreies Material. Aus jedem Holz können – bedingt durch Verarbeitung und / oder Witterung – scharfe Späne herausstehen. Ausnahme: Holz-Kunststoff-Verbundmaterial. UPM ProFi Deck 150 und UPM Lifecycle sind absolut splitterfrei und stabil.
  • Alle Holzarten bekommen durch die natürliche UV-Strahlung des Sonnenlichts eine silbergraue Patina – sie hat jedoch keinen Einfluss auf Gebrauchsdauer und Tauglichkeit.